Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Wer kennt es nicht? Entweder ihr kennt jemanden, der einen sogenannten "Leinenpöbler" hat oder ihr habt vielleicht selbst einen bei euch daheim.

Aktuell kann ich für uns sagen, dass wir hier so einen kleinen Leinenpöbler wohnen haben. Das war nicht von Anfang an so, hat sich mit der Zeit entwickelt. Und ja, ich gebe offen zu, wir haben da anfangs wohl etwas verpasst, übersehen. Wie auch immer. Es ist, wie es ist.

Und so arbeiten wir daran. Dafür kann ich auch sagen: es wird immer besser!

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Warum pöbelt Paolo Pferde an?

Das habe ich mich oft gefragt, ohne wirklich eine Antwort darauf zu erhalten. Vermutlich spielen viele Faktoren eine Rolle. Pferde sind groß. Bewegungsreize kommen hinzu. Er ist generell ein unsicherer Hund. Pferde mit Reiter und freilaufendem Hund, der dann nicht hörend in unseren Hund hineinrauscht. Situationen gab es einige. Und von mal zu mal reagierte mein Hund sensibler darauf.

Da er auch rückwärts gerichtete Aggression zeigt, blieb mir nichts anderes übrig, als einfach die Leine festzuhalten und darauf zu warten, bis Paolo sich wieder beruhigt hat.

Irgendwann fängt man an (also zumindest ich), Begegnungen dieser Art zu vermeiden, wo es nur möglich ist. Die Gedanken begannen schon im Kopf zu kreisen, bevor wir überhaupt das Haus verließen. Die innere Anspannung war immer gegenwärtig. So machte Gassi gehen überhaupt keinen Spaß! Weder meinem Hund, noch mir. Also mussten wir etwas tun. Training war angesagt.

Begegnungen trainieren…

Ein für mich sehr wichtiger Punkt im theoretischen Trainingsteil war definitiv die Aussage, dass mein Hund (gilt für alle anderen auch) kein PROBLEM hat. Das habe ich. Mein Hund hat in dieser einen Situation einen Konflikt. Und diesen gilt es zu lösen. Ob wir nun mit der Lösungsstrategie unseres Hundes glücklich oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass Hunde nicht unter der Situation auch leiden können bzw. gestresst sind. Natürlich sind sie das.

Doch einfach das Wort Problem mit dem Wort Konflikt auszutauschen, hat bei mir schon eine Erleichterung gebracht. Denn, seien wir ehrlich, „Problem“ klingt schon recht schwerwiegend. Und wenn wir Menschen ein Problem haben, dann fühlen wir uns häufig davon niedergedrückt, manchmal sogar erschlagen. Jeder geht anders damit um. Der eine geht seine Problemlösungen schneller an, der andere braucht länger. Aber je länger wir brauchen, um Lösungen zu finden, desto schwerer wird das „Problem“. Ich denke, auch das kennt fast jeder Mensch.

Konflikte – ja, die lassen sich schneller und leichter auflösen. Genau jetzt, in dieser Situation, in diesem Moment kann ich schon an die Konfliktlösung gehen und diesen auflösen. Gut, so einfach ist es sicher nicht. Aber es hilft. Mir hat es geholfen, mein Fokus zu verändern.

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Auch wir Menschen lernen dabei…

Wir Menschen, die da am Begegnungstraining teilnahmen, haben einige wertvolle Tipps erhalten und diese auch umsetzen gelernt. Vertieft in praktischen Übungen über mehrere Wochen hinweg. Natürlich ist noch nicht alles wieder gut. Aber es sind so viele Besserungen eingetreten.

Das Hauptaugenmerk des Hundetrainers (in unserem Fall eine Trainerin) liegt letztendlich auf den Menschen. Wir lernen, denken um, handeln und trainieren. Und lösen hiermit solche Konflikte für unsere Hunde.

Die Konfliktlösung meines Hundes war Ausrasten. Nur so konnte er seinen Auslöser auch vertreiben. Aus seiner Sicht hat er auch richtig gehandelt. Denn Pferd und Reiter plus Hund verschwanden. Jetzt mussten wir soweit kommen, dass diese Faktoren für ihn keine Auslöser mehr sind.

Dafür bekamen wir ein paar Werkzeuge an die Hand, die uns in Konfliktsituationen helfen sollten. Geübt haben wir in einer Distanz, in der der Hund noch nicht auslöst. Nach und nach konnten wir die Entfernungen verringern. Und ja, natürlich haben wir auch zu Hause und auf unaufgeregten Spaziergängen immer mal wieder ein paar Minütchen trainiert, um alles so gut wie möglich zu festigen. Naja, wir üben immer noch. Das ist ja ganz klar. Die nötige Zeit für eine gravierende Verhaltensänderung müssen wir uns schon geben.

Heutiger Stand

Wir gehen einigermaßen konfliktfrei in Pferdebegegnungen rein. Paolo braucht immer noch Distanz zu seinem Auslöser Pferd. Aber diese wird geringer. Bis zum heutigen Tag ist er kein einziges Mal mehr völlig ausgeflippt. Er muss schauen können, aber er bleibt dabei wesentlich ruhiger als noch vor einigen Wochen.

Wir sind sicher noch lange nicht durch mit dem Thema. Aber jede Begegnung, die wir super meistern – nicht nur mein Hund, sondern auch ich – bringt uns einen Schritt weiter in die richtige Richtung. Ein kleines bisschen weniger Aufregung. Ein klein wenig ruhigeres Schauen. Ein sehr viel schnelleres Beruhigen, sollte es doch mal zu aufregend, sprich zu nah oder zu schnell gewesen sein.

Ja, mein Hund wird schon noch eine coole Socke, der Pferde nicht mehr verjagen muss. Der gelassen bleiben kann. Äh, ja, und ich auch! Das ist unser Ziel.

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Was hat uns geholfen? – Trainingstipps

Eine Möglichkeit, die wir sehr häufig genutzt haben, auch heute noch manchmal, ist großräumiges Ausweichen oder auch einen Bogen gehen. Paolo, als unsicherer Hund, der auch auf fremde Menschen, Kinder und Hunde reagiert, bot Ausweichen, Bogen gehen von Anfang an selbst an und je mehr ich mich darauf eingelassen habe, desto besser wurde es. Schließlich haben auch Hunde ein Anrecht auf die Einhaltung ihrer Individualdistanz. Die, nach gutem Training, auch geringer werden kann.

Beobachten wir Hunde, die sich begegnen (im besten Fall kennen), dann laufen diese nicht direkt und gerade aufeinander zu. Sie begegnen sich in Bögen laufend. Eine freundliche Annäherung. Oft ist uns das auf engen Wegen nicht möglich. Daher benötigen wir noch andere Werkzeuge, die wir einsetzen können, um unserem Hund zu helfen.

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Da wäre zum einen der Geschirrgriff

Einmal erreiche ich mit dem Geschirrgriff einen Verhaltensabbruch und dann noch eine Umorientierung meines Hundes zu mir. Nutzen kann ich diesen in vielen Situationen. Ob es sich nun um das Auftauchen eines Erzfeindes meines Hundes handelt (hier bei uns eine im Grunde recht freundliche Dobermann-Dame, mit der sich am Gartenzaun leider ein paar unschöne Begegnungen ereignet hatten) oder auch, wenn wir unterwegs eine Katze treffen und mein Hund beschließt, diese nun jagen zu wollen. Was ich aber nicht möchte. Und zum anderen kann ich meinen Hund, wenn der Geschirrgriff gut trainiert und etabliert ist, auch auf die Entfernung stoppen. Paolo ist zwar meistens an der Leine, doch oft genug laufen wir auch an der 10m-Schleppleine. Allein schon auf diese Entfernung habe ich keine wirkliche Chance einzugreifen, er ist einfach zu weit weg. Der Geschirrgriff macht es jedoch möglich.

So baue ich den Geschirrgriff auf:

Ich gebe ein Signalwort (in unserem Fall ein „STOPP“), greife nach zwei Sekunden ins Geschirr, markere (entweder mit dem Clicker oder mit einem Markerwort) und belohne dann meinen Hund. Meine Hand entferne ich erst vom Geschirr, nachdem ich meinen Hund belohnt habe.

Paolo lernt so also, dass ich das ihn eingrenzende Verhalten ankündige und hochwertig belohne (Käse oder Wiener liebt er zum Beispiel sehr…). Diese Übung wiederhole ich am besten täglich mehrmals. Egal, wo wir gerade sind, anfangs mit eher geringer Ablenkung. Mit der Zeit steigern wir auch die Ablenkungen (Radfahrer und Jogger eignen sich ebenfalls gut als Ablenkung, da Paolo auch hier häufig auf den Bewegungsreiz reagiert).

Ist das soweit gut trainiert, beginne ich mit dem zweiten Schritt des Aufbaus. Hier bauen wir (nach dem Signalwort STOPP und dem Griff ins Geschirr) einen leichten Zug nach hinten auf. Paolo bietet dann recht schnell ein Hinsetzen an. Mein Marker (Clicker oder Markerwort) erfolgt nun auf sein Alternativverhalten „Sitzen“, dann belohne ich Paolo und löse meine Hand vom Geschirr. Um eine gute Umorientierung zu erreichen, belohne ich Paolo so, dass er sich mit dem Kopf zu meiner Leckerlihand und somit vom Auslöser wegbewegt.

Bauen wir dieses Werkzeug gut und sauber auf, so klappt es nach einiger Zeit auch ohne unseren Griff ins Geschirr. Mein „STOPP“ bewirkt also, dass Paolo sich hinsetzt und zu mir wendet. Genial, oder?

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Click für Blick

Eine weitere Möglichkeit, mit Begegnungen umzugehen, gibt uns das „Click für Blick“-Training. Hier clicke und belohne ich meinen Hund, wenn er etwas (egal ob Radfahrer, Jogger, Pferd, Katze, Kind, Hund…) ansieht. Da Paolo den Clicker in der Zwischenzeit recht gut kennt, löse ich mit dem Click eine positive Erwartungshaltung bei ihm aus. Denn „Click“ bedeutet, er bekommt von mir etwas Schönes (Wienerle… mhmm).

Mittlerweile wurde nachgewiesen, dass bei dem Geräusch des Clickers Glückshormone im Körper des Hundes ausgestoßen werden. Folglich hebt sich Paolos Stimmung, seine Erregung wird weniger und er kann sich immer besser zu mir umorientieren.

Mit diesem Werkzeug schaffe ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite kann ich Paolos Stimmung mit dem „Click für Blick“ in einer für ihn aufregenden Situation verändern und gleichzeitig kann ich erwünschtes Verhalten verstärken. Ich belege also den Anblick des angst- und aggressionsauslösenden Reizes (Pferd) mit einer positiven Emotion. Anfangs konnte er in solchen Momenten nicht gleich sein Leckerchen nehmen, scheinbar reagierte er nicht auf den „Click“. Trotzdem clicke ich weiter in diese Situationen hinein. Die Stimmungsveränderung findet auf jeden Fall statt. Und in dem Moment, wo sich mein Hund von dem Reiz lösen kann und sein Leckerchen nehmen kann, bestätigt sich mir der Erfolg dieser Methode. Und das „sich-vom-Reiz-lösen“ geschieht immer schneller.

Ich beginne mit dem Click-für-Blick-Training in einer Distanz, in der Paolo Pferde noch ruhig ansehen kann und trainierbar ist. Ich clicke jeden Blick zum Pferd. Mit der Zeit wendet sich mein Hund immer öfter zu mir um. Und dann kann ich auch den Blick zu mir clicken und belohnen.

Belohnen muss ich nicht immer mit Leckerchen. Da habe ich noch andere Möglichkeiten. Ein Hund, der über Futter gut zu belohnen ist, kann natürlich auch mit Futter belohnt werden. Das macht es mir im Training leichter. Spiel könnte meinen Hund zu sehr hochpuschen. Doch ein relativ ruhiges Spiel kann auch hier angeboten werden, wenn es der Hund annehmen kann. Stimmlich loben kann ich, wenn weder Spiel noch Futter greifen, ebenfalls als Belohnung einsetzen. Streicheln mögen in solchen Momenten die wenigsten Hunde, das lasse ich besser. Doch auch Distanz (das ist es ja oft, was sich der Hund wünscht – Distanz zum Auslöser) kann ich gezielt in Begegnungen als Belohnung einbauen.

Im Übrigen, Angst und Aggression sind Emotionen, die wir durch Zuwendung keinesfalls verstärken. Im Gegenteil, richtig angewandt, verringern wir diese.

Click für Blick ist ein Teil eines ganzen Straußes an Möglichkeiten, die ich im Begegnungstraining einsetzen kann. Es ist auf keinen Fall eine Lösung auf Dauer. Wir bringen unseren Hunden ein Alternativverhalten bei, das sie in Begegnungen lernen, einzusetzen. Und diese Methode ist ein Teil, der uns den Weg dazu ebnet.

Kennt euer Hund den Clicker noch nicht, dann könnt ihr hier nachlesen, wie ihr ihn aufbaut.

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Das Tool Zeigen & Benennen

Paolo reagiert nicht nur auf manche Hunde und (fast alle) Pferde. Als er zu uns kam, machten ihm alle möglichen Dinge Angst, die für uns so selbstverständlich sind. So z.B. auch unbewegte, herumstehende Fahrräder. Doch auch die „Aufreger“ unter den Auslösern kann ich damit bearbeiten.

Im ersten Schritt beginne ich mit Gegenständen, die mein Hund kennt und die ihn nicht aufregen. Das kann ein Kegel, eine Schachtel, ein Stofftier sein. Völlig egal. Wenn Paolo dann dorthin guckt, markere ich und belohne. Bei uns wieder „Click“ und Leckerchen. In diesem Schritt lernt mein Hund einfach nur, diesen Gegenstand anzuschauen (ich muss weit genug davon mit ihm wegstehen, denn Paolo beginnt sonst sehr schnell, diesen Gegenstand mit der Pfote zu touchen – das kennt er nämlich schon). Da dieser Gegenstand meinen Hund nicht in eine hohe Erregungslage bringt, habe ich gute Chancen, Zeigen & Benennen in möglichst ruhigen Trainingseinheiten aufzubauen.

Übe ich am Fahrrad, suche ich eine Distanz, in der mein Hund noch gelassen auf das stehende Fahrrad (das Pferd, den Hund, …) reagieren kann. Übe ich an Hunden, beginne ich damit auf einem gemeinsamen Gassigang mit Hunden, die Paolo schon kennt. Blickt mein Hund zum Hundefreund, gibt es ein „Click“ und eine Belohnung. Anspannung/Aufregung können wir bei den ersten Übungseinheiten nicht gebrauchen, schließlich wollen diese keinesfalls mitverknüpfen.

Im nächsten Schritt bringe ich meinem Hund das Signal bei. Ich beginne mit „Wo ist…“ und danach folgt „…der Hund (das Pferd/das Fahrrad…)“. Je nachdem, wie viele Reize meinem Hund als Aufreger dienen, bekomme ich ganz schön viele Worte zusammen, die mein Hund da lernen muss. Für jeden Reiz ein eigenes Wort. Kennt er das Spiel schon, fällt es ihm leichter, es auch mit anderen, noch nicht so gut geübten Auslösern zu verknüpfen.

In einem Moment, kurz bevor sich mein Hund einem Auslöser zuwendet, sage ich mein Signal „Wo ist… (der Hund, das Fahrrad…)?“. Ich wiederhole diese Übung und verändere dann mit der Zeit Häppchen für Häppchen den Kontext. Egal, ob sich der andere Hund (Pferd, Radfahrer…) bewegt oder wir ein paar Schritte gehen oder auch ein anderer Hund (Pferd, Radfahrer…) auftaucht. Auf diese Art und Weise schaffen wir es, unser Signal zu verallgemeinern.

Wann weiß ich, ob mein Hund auch versteht, was wir da machen? Ganz einfach: Ist mein Hund abgelenkt und ich sage „Wo ist…?“ und er schaut daraufhin zum Hund (Pferd…) hin, weiß ich, dass die Verknüpfung stattgefunden hat. Er hat also verstanden, was ich von ihm möchte.

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

U-Turn

An Stellen, an denen wir nicht ausweichen können, gibt uns der U-Turn Handlungssicherheit. Enge Wege ohne Ausweichmöglichkeiten können uns Hundehalter ganz schön ins Schwitzen bringen. Wer kennt das nicht? Haben wir den U-Turn gut geübt, so können wir handeln. Das alleine schon hilft uns Menschen und somit auch unserem Hund.

Ich suche mir also irgendwo einen Platz, an dem ich üben kann. Nehme mir ein Ziel vor. Ob das nun ein Zaun, ein Baum oder sonst etwas ist. Darauf gehe ich mit meinem Hund zu. In einer Distanz, in der mein Hund auf einen gedachten Auslöser noch nicht reagieren würde, wende ich den U-Turn an.

Was ist das überhaupt? Es handelt sich bei dieser Übung um einen Richtungswechsel in U-Form. Mein Hund soll sich zusammen mit mir schnell umdrehen und am besten in guter Stimmung mit mir in eine andere Richtung weitergehen. Wir unterbrechen mit dem U-Turn den Blickkontakt zum Auslöser, vergrößern die Distanz, verhindern unerwünschtes Verhalten bzw. unterbrechen es damit und verbessern somit die Emotion unseres Hundes.

Wir benutzen für den U-Turn zum Beispiel das Signal „TURN“, das wir bei keiner anderen Übung haben. Es funktioniert aber auch jedes andere, ansonsten nicht genutzte Signal. Kurz, gut wiederholbar, freundlich sollte es sein.

Wir gehen mit unserem Hund an der Leine geradewegs auf unser „Ziel“ zu, an einem bestimmten Punkt rufen wir unser Signalwort und bewegen uns (wir befinden uns immer zwischen dem Hund und dem Auslöser!) in einem Bogen (U) in die andere Richtung. Folgt uns unser Hund, bekommt er seine Belohnung. Wir üben immer wieder und an verschiedenen Orten mit wenig Ablenkung. Und wir üben bitte mit Spaß. Für unseren Hund soll das ein tolles Spiel werden, bei dem er gerne mitmacht. Sitzt der Ablauf, können wir auch unter immer größer werdenden Ablenkungen trainieren, bis wir den U-Turn dann im Ernstfall anwenden können.

Bei allen Übungen gilt: wir beginnen in einer reizarmen Umgebung. Zuhause, im eigenen Garten, draußen in einer Umgebung, wo wenig Reize sind.

 

Bitte beachtet, dass nicht jeder Tipp und jedes Werkzeug bei jedem Hund gleich wirken. Jedes Mensch-Hund-Team ist anders. Nicht jeder Mensch kann mit jedem Werkzeug gleich gut umgehen. Nicht jeder Hund springt auf alles an. Die beste Möglichkeit ist, ein Begegnungstraining in einer guten Hundeschule zu besuchen und auf jeden Fall dran zu bleiben am Training. Social Walks sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, das Thema Begegnungen zu bearbeiten.

Paolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

Lasst euch bei euren Begegnungsthemen helfen. Wir bieten Trainingsspaziergänge (Social Walks) im Raum Fürstenfeldbruck an. Doch auch in anderen Gegenden hier bei uns in Deutschland gibt es dieses Angebot. In der Umkreissuche von Trainieren statt dominieren oder auch bei Cumcane findet ihr gewaltfrei arbeitende Trainer mit einem tollen Angebot für alle möglichen Themen. Bei uns in der Gegend bietet auch Birgit Götz von dog handler, IBH- und TSD-Trainerin, Begegnungstraining an.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende bei viel Sonnenschein und goldenem Oktoberlicht!

 

Verwendete Fotos sind von Michael Kaun / Partnerhund-Photo aus Germering, ein Foto ist von Helmut Tober-Matteo (Wir Menschen lernen auch...). Alle Vektorgrafiken sind von Pixabay. Die Grafiken zu U-Turn, Social Walk und Geschirrgriff (Vektorgrafik Hund von Pixabay) habe ich erstellt.

 

LPaolo und das Pferd – eine Geschichte voller Begegnungsproblematiken? (Inkl. 4 Trainingstipps)

 

 

 

 

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