Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!

Paolo und unsere Katzen – für uns in der Tat ein schwieriges Thema.

Unsere Katzen kannten einen Hund. Der Hund war klein. Kleiner als unsere Katzen. Sie haben ihn wahrscheinlich nicht so ganz für voll genommen – so zumindest die Interpretation meinerseits.

Unseren Hund haben wir auch, unter anderem, nach dem Kriterium „kennt Katzen“ ausgesucht. In seiner Pflegestelle haben wir erlebt, wie die dort ansässigen Miezen lässig durch das Zimmer gingen, auch zu ihm hin. Und freuten uns. Unser Hund kennt Katzen und akzeptiert sie. Wunderbar.

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!Wunderbar?

Nein, leider gar nicht wunderbar. Und so leben wir mit Managementmaßnahmen. Diese bestehen in geschlossenen Türen. Zu Fütterungszeiten: Katzen eingesperrt und Hund kann in Ruhe in der Küche fressen und umgekehrt.

Die Katzen leben mehr oder weniger oben und wir im Wohnzimmer. Das ist natürlich kein wirklich toller Zustand. So lässt es sich aber managen ohne allzu großen Stress für alle Beteiligten.

Als Paolo zu uns kam, mussten wir leider feststellen, dass unsere Katzen panische Angst vor ihm hatten. Sie kannten zwar den kleinen Hund, aber keine größeren Hunde. Zeit, um die drei Tiere geruchstechnisch aneinander zu gewöhnen, hatten wir nicht. Paolo sollte schnell abgeholt werden, da Neuzugänge angekündigt waren, die auch wieder Krankheiten und Parasiten mitbringen würden. Eine absolute Hoppladihopp-Aktion, die uns in eine dumme Situation gebracht hat. Aber nun nicht mehr zu ändern ist.

Mit Paolos Ankunft zogen unsere Miezen also nach oben. Sie hatten wirklich panische Angst vor unserem neuen Familienmitglied. Sehr, sehr schade. Flucht, fauchen und knurren war ihre Reaktion auf den größeren Hund. Paolo hingegen war durchaus interessiert an ihnen. Vielleicht ein wenig zu sehr. Ein paar blöde Situationen sind dadurch entstanden. Auch diese sind nun nicht mehr rückgängig zu machen.

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!Erste Annäherungsversuche

Unsere erste Managementmaßnahme war ein Türgitter, das wir an der Treppe nach oben angebracht haben, um Paolo daran zu hindern, den Katzen nach oben zu folgen. Und erste vorsichtige Annäherungen am Gitter zu versuchen.

In den ersten Wochen nach seinem Einzug haben wir so manches Mal versucht, die Tiere aneinander zu gewöhnen. Paolo bekam eine Hausleine verpasst, so dass wir schneller eingreifen konnten. Wir mussten ihn auf jeden Fall daran hindern, den Miezen hinterher zu sprinten. Vier Menschen und drei Tiere – eigentlich eine gute Voraussetzung, die Annäherung aneinander hinzubekommen. Und erste Erfolge stellten sich ein. Wenn es denn so weitergegangen wäre.

Doch Paolo zeigte leider immer öfter ein Verhalten gegenüber unseren Katzen, das wir so nicht akzeptieren konnten. Er wollte sie jagen. Einen Kampf zwischen den Tieren konnten wir schlicht und ergreifend nicht zulassen. So begannen wir mit der Managementmaßnahme der geschlossenen Türen.

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!Neuer Mut

Tipps eines guten und erfahrenen Trainers und der Buchtipp einer guten, ebenfalls erfahrenen und befreundeten Trainerin lassen uns neuen Mut fassen, unser Hund-Katzen-Thema neu anzugehen. Auch eine energetische Unterstützung via Bachblüten ist angedacht. So machen wir uns auf, eine erneute Vergesellschaftung unserer lieben Haustiere zu starten. Und wunderbarerweise können wir auch schon erste Erfolge verbuchen. Es kommt mehr Ruhe rein und wir sind durchaus zuversichtlich!

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!Trainertipps

Letztes Wochenende waren wir auf einem tollen Seminar zum Thema „Darf der das? Grenzen setzen - wie, wann, welche und warum.“ mit Gerd Schreiber als Referenten. Er hat unseren Blick mal wieder ein wenig geschärft und auf die wichtigen Dinge gelenkt. Gutes Verhalten belohnen zahlt sich weit mehr aus, weil wir einfach den Fokus weg von dem lenken, was wir Menschen so als schlechtes Hundeverhalten sehen. Der Hund verhält sich, genauso wie wir Menschen übrigens, immer. Und für ihn macht sein Verhalten auch Sinn (äh, ja, auch uns Menschen geht es schließlich so!).

Er hat uns ein paar feine Tipps gegeben, wie wir mit Hund und Katzen arbeiten können. Da wir ja sowieso schon clickern (wichtig auch für unser Begegnungstraining mit Paolo), können wir diesen nun auch gezielt im Zusammenführen von Hund und Katz einsetzen. Denn der Clicker (oder auch das entsprechend aufgebaute Markerwort) arbeitet am Gefühl des Hundes und können auch in schwierigen Situationen ein blödes Gefühl mit einem guten Gefühl überlagern. Wir können Verhalten gezielt und punktgenau einfangen und belohnen.

So entstehen kurze, kleine Trainingssituationen, die wir immer mehr ausbauen können.

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!Energetische Unterstützung und Buchtipp

Die energetische Unterstützung

Im Frühjahr haben wir Karin Immler in Salzburg besucht, als wir aufgrund einer Fortbildung dort waren. Karin ist schon lange als Hundetrainerin unterwegs und sehr erfahren. Auch in ihrem Haushalt leben Hunde und Katzen.

Außer mit Hundetraining befasst sie sich noch mit Energiebalance. Ihre diesbezügliche Ausbildung dauerte drei Jahre (also kein schnelles Wochenend-Seminar!). Ihre Berufsbezeichnung in dieser Sparte heißt in Österreich „Hilfesteller zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit für Groß- und Kleintiere“ und geschieht in Zusammenarbeit mit Tierärzten. Karin möchte den Tierarzt nicht ersetzen, sondern unterstützen.

So hat sie speziell für jedes einzelne Tier (Tiger – unser Kater, Lilly – unsere Katze und Paolo – unseren Hund) eine Bachblütenmischung erstellt. In der Zwischenzeit habe ich diese schon in der Apotheke abgeholt und werde sie nun einsetzen, um unsere Lieblingsviecherl zu unterstützen.

Außerdem kam von ihr noch ein guter Buchtipp zum Thema.

Hund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!Buchtipp

„Hund und Katze unter einem Dach – so klappt das Zusammenleben“  wurde von Tamara Nawratil  geschrieben. Sie ist akademisch geprüfte Kynologin und Verhaltensberaterin für Katzen und arbeitet seit 2012 als Hunde- und Katzentrainerin in Oberösterreich. Sie lebt selbst mit zwei Hunden und zwei Katzen zusammen.

Am Anfang des Buches geht Tamara Nawratil auf die verschiedenen Einflussfaktoren ein, die eine Vergesellschaftung von Hunden und Katzen beeinflussen können. Dazu zählen unter anderem auch das Alter der Tiere, ihre Erfahrungen, aber auch ihre Eigenschaften und Rassedispositionen, die es zu berücksichtigen gilt.

Die Autorin rät dazu, beide Tierarten mit dem Clicker zu trainieren und gibt einen Einblick in das Clickertraining, was es genau ist und wie es im Training eingesetzt werden kann.

Des Weiteren geht sie dann genau darauf ein, welche Vorbereitungsmaßnahmen für Hunde und Katzen sinnvoll und notwendig sind, um die geplante Vergesellschaftung durchführen zu können.

Sie erklärt in mehreren Kapiteln, wie die Vergesellschaftung in direkten Begegnungen gehandhabt werden kann. Auch Fallbeispiele finden sich in dem Buch.

Selbst gesundheitliche Aspekte und gemeinsame Beschäftigung für Hunde und Katzen haben ihren Platz in diesem Buch.

 

Ich kann es nur weiterempfehlen. Jeder, der die Problematik mit seinen beiden Haustierarten kennt und eventuell wenig Erfahrungen mit den Trainingsmethoden hat, bekommt durch das Buch die Möglichkeit, all das zu lernen und auch umzusetzen.

So kann ich euch raten, mit neuem Mut und Geschick an die Zusammenführung von Hund und Katze zu gehen. Holt euch Hilfe, wenn ihr allein nicht weiterkommt. Lest euch ein ins Thema. Es ist möglich!

 

 

Die Vektorgrafiken sind von Pixabay. Alle Fotos sind von mir, bis auf das Foto von Paolo im Titelbild, dieses hat Michael Kaun von Partnerhund-Photo gemacht.

LHund und Katz – ein schwieriges Thema? Mit Buchtipp!

 

 

 

 

 

 

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