Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit Hund

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit Hund

Ob Herbst, Winter, Frühling oder Sommer – Reisen ist rundherum beliebt und die meisten Hundemenschen haben natürlich am liebsten ihre/n Vierbeiner auch im Urlaub mit dabei.

Anfangs machen wir uns Gedanken darüber, wo wir überhaupt hinreisen wollen und ob sich die Gegend, egal ob hier bei uns in Deutschland oder auch im Ausland, überhaupt für einen Urlaub mit Hund eignet. Des Weiteren suchen wir uns eine für uns und Hund geeignete Unterkunft.

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundWelches Plätzchen darf es denn sein?

Nein, ich habe nicht die Weihnachtsplätzchen im Sinn. Sondern die Urlaubsunterkunft. Für manch einen Hundehalter gibt es nichts Schöneres als Camping – ob nun im Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt. Die anderen gehen lieber in ein Hotel. Und die nächsten bevorzugen eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus – und das am liebsten mit einem sicher eingezäunten Garten.

All das will wohlüberlegt sein. Und je nachdem, welche Erfahrungen wir schon gemacht haben, kommen noch die einen oder anderen Überlegungen für das nächste Mal mit dazu.

Ungesicherte Terrassen oder Gärten – damit waren wir auf einigen unserer Kurzreisen schon konfrontiert. Das kommt für uns nicht mehr in Frage. Mir ist es z.B. sehr wichtig, dass ein Garten mit Zaun und ohne jeglichen Durchschlupf mit dabei ist. Klappt das nicht, dann sollte es zumindest einen Balkon oder eine „geschlossene“ Terrasse geben, damit Paolo auch einmal ohne Geschirr und Leine mit raus kann.

Auch Ruhe ist mir mittlerweile sehr wichtig. Und die Möglichkeit, von der Unterkunft aus einen netten Gassiweg für die Morgen- und Abendrunden zu haben.

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundHotel oder doch lieber Ferienwohnung / -haus?

Unsere erste Reise mit Paolo ging nach Soest. Wir hatten dort nur die Möglichkeit, in ein Hotel zu gehen. Hunde waren erlaubt, jedoch durften wir ihn nicht mit in den Frühstücksraum nehmen. Paolo war zu diesem Zeitpunkt gerade mal zweieinhalb Monate bei uns. Ihn allein im Hotelzimmer lassen? War damals nicht möglich. So haben wir uns aufgeteilt mit dem Frühstück und immer einer blieb beim Hund. Da wir nur eine Nacht dort waren, war das jetzt nicht ganz so schlimm. Aber einen Urlaub so verbringen? Nein, lieber nicht.

Von daher sollte jeder, der lieber im Hotel urlaubt, dort auch anfragen, ob Hunde in den Frühstücksraum mitgenommen werden dürfen. Bleibt ein Hund ohne Probleme auch in einer fremden Umgebung alleine, sieht das Ganze natürlich wieder anders aus.

Ich persönlich ziehe also Ferienwohnungen oder Ferienhäuser vor. Dafür legen wir keinen allzu großen Wert auf Luxus. Es darf ruhig einfach sein. Hauptsache, uns und Herrn Hund gefällt es dort. „Einfach“ gilt natürlich auch für die Variante Wohnwagen bzw. Wohnmobil oder gar im Zelt schlafen.

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundOder doch Camping?

Mein bisher einziger Urlaub im gemieteten Wohnwagen ist schon einige Jahre her. Ich erinnere mich gut, dass meine Begeisterung für diese Art Urlaub nicht gerade groß war. Doch ausprobieren wollte ich es schon, um auch wirklich sagen zu können, ob es mir nun gefällt oder nicht. Damals ohne Hund, weil ich keinen hatte, dafür aber mit den Kindern. Die hatten natürlich ihren Spaß. Strandnähe und andere Kinder – das hat ihnen schon gut gefallen.

Ich weiß immer noch nicht, ob ich nun pro oder contra Camping-Urlaub bin. Mit Hund? Naja, wer weiß, vielleicht wagen wir auch noch mal einen Versuch. Sehe ich Wohnmobile, denke ich durchaus immer wieder darüber nach, ob es nicht doch eine Möglichkeit wäre…

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundTipp 1: Welche Fragen stelle ich mir also für die Urlaubsplanung?

Allgemeine Fragen:

Sind Hunde erlaubt und willkommen?

Diese Frage kläre ich, ob ich nun ins Hotel, in eine Ferienwohnung / ein Ferienhaus oder auf einen Campingplatz möchte.

Kommen Extrakosten bei Mitnahme des / der Hunde auf uns zu?

Auch diese Frage sollte ich stellen, egal ob Hotel, Ferienwohnung / -haus oder Campingplatz. Häufig schlägt sich Hund in den Endreinigungskosten bzw. in einer Pauschale (ob die nun für den ganzen Zeitraum oder als Tagespauschale ausgeschrieben wird, ist unterschiedlich).

Sind Näpfe, Trinkgefäße, Decken für Hunde vorhanden oder muss ich das selbst mitbringen?

Es gibt Hotels oder auch Ferienwohnungen, so wie wir es selbst schon erlebt haben, die nicht nur Hunde erlauben, sondern auch Näpfe und Decken für unsere Vierbeiner ohne Aufpreis zur Verfügung stellen.

Wie sieht es mit Auslaufmöglichkeiten, Wanderwegen, Freilaufflächen, Waldwegen, Hundestränden um Hotel / Ferienwohnung / -haus bzw. Campingplatz aus?

Was ist fußläufig erreichbar, was nur mit einer kleineren oder größeren Anfahrt?

Wo befindet sich der nächste, gut zu erreichende Tierarzt?

Klar, wir hoffen doch sehr, dass unser Hund im Urlaub nicht erkrankt. Doch es kann immer mal etwas passieren und dann ist es gut zu wissen, wo wir im Notfall hingehen können.

Wie sieht es mit der Maulkorbpflicht aus?

Sowohl in Österreich als auch in Italien gibt es eine Maulkorbpflicht. Ob nun auf öffentlichen Plätzen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir informieren uns also vorab schon einmal über die Gegebenheiten in dem Land, das wir bereisen wollen. Es macht daher Sinn, dass unser Hund auf jeden Fall an einen Maulkorb gewöhnt ist und wir diesen auch einpacken.

Campingplatz-Fragen:

Sind Hunde auf dem Campingplatz im Zelt / Wohnwagen / Wohnmobil willkommen?

Wenn Hunde auf diesem Campingplatz gestattet sind, sollte ich noch erfragen, ob sie z.B. nur im Zelt und/oder nur im Wohnmobil / Wohnwagen erlaubt sind. Das ist wohl von Campingplatz zu Campingplatz noch einmal unterschiedlich.

Ist der Hunde-Platz getrennt von den Plätzen ohne Hund?

Diese Frage ist insoweit wichtig, als es sicher besser ist, getrennt von Ohne-Hund-Urlaubern zu sein, damit diese sich durch die Hunde nicht gestört fühlen.

Wie sieht der Hunde-Platz aus?

Oft sind Hundeplätze am Rand eines Campingplatzes angesiedelt. Ich denke aber mal, an Campingplätzen, wo Urlauber mit ihren Hunden auch wirklich willkommen sind, wird schon darauf geachtet, dass auch Hundemenschen sich einen schönen Platz aussuchen können.

Und der Boden, wie ist dieser beschaffen?

Ein Kiesuntergrund zum Beispiel würde an den Hundepfoten evtl. Schmerzen verursachen, so wie auch bei uns, wenn wir barfuß darüber laufen. Besser wäre eine Wiese.

Sind diese Fragen soweit geklärt, kann ich mich an meine Reisevorbereitungen machen. Wir planen alles, was wir für uns Menschen benötigen und packen alles ein, was wir mitnehmen müssen und wollen. Doch auch Herr und Frau Hund brauchen so das eine oder andere, das auf unsere Reise mitgenommen werden will. Und dabei gibt es auch noch ein paar Dinge, die wir unbedingt vor einer Reise abklären müssen.

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundTipp 2: Vor der Reise zu erledigende Dinge

Vorab gibt es noch eine wichtige Sache:

Planen wir eine längere Reise, eventuell sogar ins Ausland, suche ich vorher noch einmal den Tierarzt meines Vertrauens auf, um abzuklären, ob mein Hund gesund ist und eine weitere Reise gut überstehen wird.

Reisen ins Ausland:

Unter Umständen fallen Impfungen an, wenn wir ins Ausland fahren möchten. So ist es also wichtig, abzuklären, welche Impfung nötig ist und wie lange vor meiner Abreise diese gemacht werden muss.

Der Heimtierausweis sollte auf jeder Reise mit ins Gepäck, egal ob In- oder Ausland.

Welche Einreisebestimmungen gelten in dem Land, das ich bereisen möchte?

Bei Reisen in EU-Länder müssen wir darauf achten, dass wir einen EU-Heimtierausweis haben und unser Hund gechipt ist. Natürlich reicht der Chip alleine nicht aus – dieser sollte auf jeden Fall bei einem Haustierregister registriert sein (siehe Blogartikel Hund vermisst…). Im Falle eines Falles kann diesen Chip jeder Tierarzt mit einem Chiplesegerät auslesen.

Auch eine Hundemarke mit Hundename und Handynummer/Urlaubsadresse/Heimatadresse ist sinnvoll für unsere Reise. Wir wollen hoffen, dass unser Hund nicht wegläuft. Doch so könnte ein netter Finder uns gleich telefonisch und/oder in unserer Unterkunft erreichen, sollte dieser hoffentlich unwahrscheinliche Fall einmal eintreten.

Sind wir dann schon einmal für den Check-up und eventuell notwendigen Impfungen unseres Hundes beim Tierarzt, können wir diesen gleich zu einer sinnvollen Reiseapotheke interviewen und uns entsprechend eindecken.

Gegen welches Ungeziefer muss ich meinen Hund in diesem oder jenem Land schützen?

Gibt es dort Zecken, Sandmücken oder sonstiges, vor dem ich meinen Hund schützen muss? Was ist mit Mittelmeerkrankheiten? Diese Fragen kann ich mit meinem Tierarzt abklären. Dort kann ich mir auch gleich die entsprechenden Mittel dagegen besorgen. Es gibt darüber auch viele Infos im Internet (siehe Linkliste am Ende des Beitrags).

Wie muss mein Hund im Auto gesichert sein?

Brauche ich eine Transportbox für meinen Hund im Auto oder reicht ein Anschnallgurt? Diese Fragen kläre ich am besten rechtzeitig vorher. Unter Umständen kennt mein Hund keine Box und muss erst langsam daran gewöhnt werden. Das braucht Zeit, daher kann ich das nicht erst eine Woche vor Urlaubsantritt beginnen zu trainieren.

Macht eine Reisekostenrücktrittsversicherung mit Hund Sinn?

Was, wenn unser Hund kurz vor Antritt des Urlaubs so krank wird, dass wir nicht fahren können? Oder einer von uns? Dann lohnt sich die Ausgabe für eine Reisekostenrücktrittsversicherung auf jeden Fall. Beachten sollte ich dabei, dass ich diese entweder sofort mit Buchung meines Urlaubs abschließe oder spätestens am dritten Werktag nach der Buchung, damit sie auch gültig ist.

Dürfen Hunde mit ins Restaurant (wird je nach Land unter Umständen unterschiedlich gehandhabt)?

Hierzu werde ich auf jeden Fall im Internet fündig. Du findest am Ende des Beitrags noch ein paar nützliche Links mit Länderinfos und vielem mehr.

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundTipp 3: Was braucht Hund auf Reisen?

Halsband, Geschirr und Leine und eventuell Ersatz sollten wir auf keinen Fall vergessen. Eine Schleppleine für Gebiete, in denen kein Freilauf erlaubt ist, macht ebenso Sinn. Das Lieblingsspielzeug meines Hundes darf genauso wenig im Gepäck fehlen, wie sein Futter, evtl. Futter- und Wassernapf mit Untersetzer, seine Decke und/oder sein Bett (wir haben ein extra Bett, das mit auf Reisen geht).

Für die Fahrt haben wir einen Silikonnapf im Auto und reichlich Flaschen mit Wasser für uns und unseren Hund.

Leckerlis dürfen bei uns auf keinen Fall fehlen. Auch immer mit dabei sind Handtücher für Schmutzpfotis, sein „Bademantel“, falls es mal regnet oder Hund baden gehen möchte.

Gegebenenfalls haben wir auch seine Medikamente dabei (siehe Reiseapotheke), genügend Kotbeutel, wie schon erwähnt der EU-Heimtierausweis und eine Kopie der Hundehalter-Haftpflichtversicherung.

Bei einem Wanderurlaub in den Bergen empfehlen sich entsprechende Hundeschuhe zum Schutz der Fußsohlen.

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundTipp 4: Reiseapotheke

Ein kleiner Anhaltspunkt für eine sinnvolle hundliche Reiseapotheke – bitte unbedingt vorher mit dem Tierarzt abklären und dort die entsprechenden Medikamente mitnehmen:

  • Heftpflaster und Mullpflaster
  • Mullkompressen (als Wundauflage oder zur Augensäuberung)
  • Schere
  • Verbandszeug, Verbandswatte
  • Leukoplast zur Fixation von Verbänden
  • sterile Wundabdeckungen
  • antiseptische Salbe
  • Wunddesinfektionsmittel (Spray)
  • Pinzette
  • digitales Fieberthermometer
  • Einwegspritze zur oralen Medikamenteneingabe
  • Einweghandschuhe
  • Rettungsdecke (Alu- Schutzfolie) für Unfälle
  • Kältekompressen (notfalls Akkus)
  • Zeckenzange
  • Ungezieferschutzmittel (Tropfen, Spot- on, Puder oder Sprays, Ungezieferhalsband
  • Augen- und Ohrensalbe
  • Ohrenreiniger
  • Mittel gegen Würmer und andere innere Parasiten
  • Pfotenschutzsalbe zum Schutz der Pfoten im Winter
  • Elektrolyttränke bei Durchfall
  • Durchfallmittel (pflanzlich)
  • Tropfen gegen Erbrechen (bitte Tierarzt fragen)

Wenn einer eine Hunde-Reise tut – 5 Tipps für den Urlaub mit HundTipp 5: Nützliche Links

Reiseapotheke und nützliche Tipps:

https://www.tierklinik.de/ratgeber/reisezeit-urlaubszeit/reiseapotheke

http://www.reisen-mit-hund.org/reiseapotheke-urlaub-hund.php

Einreisebestimmungen:

https://www.tierklinik.de/ratgeber/reisezeit-urlaubszeit/einreisebestimmungen-im-ausland

https://www.travel4dogs.de/laenderinfo.html

https://www.4pfoten-urlaub.de/europaeische-nachbarlaender/

http://www.hunde-urlaub.net/einreisebestimmungen/

Mittelmeerkrankheiten und sonstige Reisekrankheiten:

http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/mittelmeerkrankheiten

https://communicanis.de/mittelmeerkrankheiten/

https://www.tierklinik.de/ratgeber/reisezeit-urlaubszeit/vorsicht-am-urlaubsort-lauern-die-reisekrankheiten

 

*Alle Vektorgrafiken in den Bildern sind von Pixabay. Fotos habe ich nur eigene verwendet.

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