Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanis

Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanis

Meine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen mit meinem Hund und diverse, relativ häufige, Meldungen in den Medien über entlaufene Hunde – (meist) allesamt aus dem Tierschutz und oft genug am Tag der Übergabe oder kurz darauf entlaufen – haben mich dazu bewogen, mich mehr und mehr zu informieren und zu engagieren. Als Hundetrainerin ist es mir auch ein Anliegen, von Beginn an begleiten zu können – und zwar schon vor der Anschaffung eines Hundes. Ich möchte die Menschen sensibilisieren für die Besonderheiten, die ein Hund aus dem Tierschutz / Auslandstierschutz mit sich bringen kann. Diese und andere Überlegungen haben dazu geführt, mich für die Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanis anzumelden.

Am 21. Mai 2017 begann die Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanis mit dem ersten Webinar. Von da an war mindestens einmal die Woche ein Webinartermin angesetzt bis zum letzten Termin am 25. Juli 2017. Wir schlossen die Ausbildung mit einem Test und einer Fragerunde per Skype bis zum 29. Juli 2017 ab.

Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanisWas habe ich mir vorgestellt und wurden meine Erwartungen erfüllt?

Ich empfand die Ausbildung als sehr inspirierend, informativ und lehrreich für mich. Gut durchdacht und aufgegliedert wurden uns alle Inhalte vermittelt. Die Atmosphäre während der Webinare war angenehm, informativ und anregend.

Die Themen waren in drei Bereiche gegliedert – Modul 1 beinhaltete das Thema „Vor der Adoption: Rassetypische Infos | Vorbereitung | Vorbesuch | Gefährten“. Modul 2 befasste sich mit dem Thema „Auf dem Weg und dann Zuhause: Die Reise | Sicherung und Sicherheit | Kontaktpflege und Begleitung“. In Modul 3 beschäftigten wir uns mit dem Thema „Der Alltag kehrt ein: Achtsamkeit im Tierschutz | Pflegestelle | Startschwierigkeiten.

Frau Sauerland ging immer auf unsere Fragen ein und bereitete auch das eine oder andere Thema, das sich aus Fragen und der Diskussion im Webinar-Chat ergab, als zusätzliches Material für uns auf.

So erwarteten uns sehr interessante Webinare, die für uns viele Informationen und Anregungen bereithielten. Frau Sauerland von communicanis bezieht ganz klar Position – und zwar immer für das Tier. Und da gilt es eben abzuwägen, sich gut zu informieren und informiert zu sein, sich vorzubereiten und genau hinzusehen und ja, auch einmal Nein sagen zu können, wenn etwas nicht passt. Und genau das hat sie uns vermittelt. Ich kann das nachvollziehen. Denn wenn durch zu wenig Information, zu viel „Hauptsache gerettet“ etc. ein Tier, das aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt wurde, hier bei uns sein Ende findet – wo bleibt da die Rettung?

So legt Frau Sauerland viel Wert auf bestmögliche Information und möchte erreichen, dass alle, die sich zum Tierschutzbegleiter nach communicanis ausbilden lassen, eine sehr solide Grundlage erhalten, sich sinnvoll, vorausschauend und vor allem auch nachhaltig im Tierschutz zu engagieren.

Aus den Inhalten

Ob ich nun selbst Pflegestelle werden möchte oder als Bindeglied (via Vorbesuch und Nachbesuch) zwischen Tierschutzorganisation und den angehenden Hundehaltern eines Auslands-Tierschutzhundes fungiere und mich im Tierschutzverein meiner Wahl engagiere – mit dieser Ausbildung wurden wir bestens darauf vorbereitet.

Der Fokus dieser Ausbildung liegt auf dem Schutz der Tiere. So sollten Entscheidungen immer zu deren Gunsten getroffen werden. Auch wenn dies bedeutet, dass ein Hund eventuell vorerst nicht ausreisen kann oder eben auch noch keine endgültige Familie findet.

Es gibt so viele Dinge, die wir beachten sollten. Angefangen von der Kenntnis der im jeweiligen Land vorhandenen Hunderassen und ihren Mischlingen sowie deren Rasseeigenschaften (was ja Auswirkungen auf das Hundeverhalten haben kann – wie z.B. das Jagdverhalten). Auch wenn jeder Hund ein Individuum ist, so beeinflussen doch auch die Gene ein wenig sein Verhalten und so manch eine Familie ist dann plötzlich mit einem Jagdhund gesegnet, den sie sich unter Umständen so nicht ausgesucht hätte. So ist eine Beratung in dieser Richtung sehr wichtig, bevor eine Familie einen Hund aufnimmt. Und natürlich hilft dieses Wissen auch dabei, den Hund besser zu verstehen.

Als Tierschutzbegleiter kann ich potentielle Interessenten bezüglich dieser Eigenschaften beraten und klären, was sie sich zutrauen oder eben nicht.

Auf den Vor- und Nachbesuch wird ebenfalls viel Wert gelegt. Der Hund soll in die Familie passen, in die er kommt. So gilt es, vorab verschiedene Dinge abzuklären – in einem Vorbesuch, für den man sich genügend Zeit genommen und sich bestens vorbereitet hat. Ein Nachbesuch ist ebenfalls sehr hilfreich für die neuen HundehalterInnen. Hier können noch Fragen geklärt werden und auch ob Hilfestellungen irgendwelcher Art nötig sind. Schließlich hat weder die Familie noch der Hund etwas davon, wenn er in ein Umfeld kommt, das für ihn nicht bewältigbar ist. Aus den unterschiedlichsten Gründen! Ein Hund, der z.B. große Angst vor Menschen hat, ist in einer Großstadt nun einmal denkbar schlecht untergebracht.

Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanisWichtige Punkte in der Ausbildung sind auch unter anderem das Thema Sicherheit und Sicherung des Hundes. Die Aufklärung darüber, wie man einen ängstlichen Hund am besten sichert, sorgt schlicht und ergreifend dafür, dass weniger Hunde entlaufen können. Wie schnell so ein Hund aus dem Halsband schlüpft oder auch aus einem einfachen Geschirr, durften wir am eigenen Leib (und Hund) erleben. Und wir hatten Glück – nach 20 Minuten war der Spuk wieder vorbei und wir konnten unseren Hund wieder mit nach Hause nehmen. Doch sind allein in Deutschland über 3000 entlaufene Hunde unterwegs. Zum Teil über Monate oder auch Jahre. Mit der richtigen Aufklärung und Sicherung würde das nicht passieren!

Einsatzbereiche des Tierschutzbegleiters:

In Zusammenarbeit mit Tierschutzvereinen oder -organisationen kann ich Vor- und Nachbesuche machen, die neuen Adoptanten zur Abholung ihres Tieres begleiten, Pflegestellen betreuen und auch als Bindeglied zwischen Verein und Pflegestellen bzw. Hundehaltern tätig werden.

Für wen eignet sich diese Ausbildung?

Die Ausbildung zum Tierschutzbegleiter eignet sich für jeden, der sich im Tierschutz engagieren möchte und der den Anspruch hat, diesen auch zum Schutz der Tiere einzusetzen. Ob nun für Tierschutzvereine oder -organisationen, als Pflegestelle, Hundetagesstätte, Vorbesucher etc., für jeden, der privat oder beruflich mit Tieren aus dem Tierschutz und deren Haltern zu tun hat.

Auch wenn der hauptsächliche Schwerpunkt der Ausbildung auf dem Auslandstierschutz lag, sind die Informationen, die wir erhalten haben, für jeden wichtig und interessant, der im Tierschutz aktiv ist.

Für mich war es ideal, dass diese Ausbildung von communicanis auch online angeboten wurde. Sowohl der Zeitrahmen der Webinare als auch die wöchentlichen Termine ließen sich wunderbar in meinen Alltag integrieren.

Mein persönliches Anliegen ist Information. Information für alle Menschen, die sich im Tierschutz engagieren, die einen Tierschutzhund bei sich aufnehmen möchten. Um eben dann nicht am Ende allein und überfordert mit einem unter Umständen mehr als verhaltensoriginellen Hund dazustehen. Wer vorher genau hinsieht und mit kompetenter Begleitung seinen Weg gehen kann, der gibt so schnell auch keinen Hund wieder ab. Wir möchten schließlich letztendlich dafür sorgen, dass es weniger Tierleid gibt auf dieser Welt!

 

Bei Interesse an der Ausbildung wendet euch gerne an communicanis. Mehr Informationen findet ihr hier!

 

Ausbildung zum Tierschutzbegleiter nach communicanis

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