Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen Art

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen Art

Jetzt? Über Weihnachten schreiben bzw. unseren Urlaub zur Weihnachtszeit? Im August, während wir draußen schwitzen, am liebsten irgendwo am Wasser sitzen mit dem Hund? Ja, warum nicht. Und, naja, Weihnachten kommt bestimmt wieder und zwar ganz bald! Abgesehen davon hat uns das Wetter in unserem Weihnachtsurlaub auch ein wenig Sommerwärme beschert. Passt also wieder.

Letztes Jahr waren wir des Öfteren für ein verlängertes Wochenende unterwegs. Diese Kurzurlaube hatten aber hauptsächlich berufliche Gründe. Der Sommerurlaub fiel aus, in diese Zeit fielen die Prüfungen unserer Hundetrainerausbildung und meine Prüfung vor dem Veterinäramt zur Erreichung des §11.

Von daher sollte unser gemeinsamer Urlaub, den wir für Weihnachten und die Tage danach geplant hatten, wirklich etwas Besonderes sein. Was diesen Urlaub zu etwas Besonderem gemacht hat, will ich gerne erzählen.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtWohin soll es gehen?

Für uns wichtige Kriterien waren vor allen Dingen einmal Ruhe, dann, dass der Hund mitkommen kann und ja, auch ein wenig schöne Landschaft um uns herum. Auch die Fahrt sollte nicht allzu lang dauern. Obwohl Paolo gerne Auto fährt und unsere Kurzreisen sowohl letztes als auch dieses Jahr wunderbar gemeistert hat, wollten wir ihm eine überlange Autofahrt nicht zumuten.

Ein Urlaubsziel hatten wir anfangs jedoch noch nicht. Wohin sollte es gehen? Am liebsten in… Tja, das war so die Frage, die wir uns gestellt haben. Familienurlaub in Hamburg – das wäre dann die Idee meines Sohnes gewesen. Hm, naja, mit unserem Hund in die Großstadt? Eher eine schlechte Idee, denn große Menschenansammlungen sind so gar nicht seins. Meine Idee war da eher, irgendwohin zu fahren, wo wir relativ unter uns sind, wo es ruhig ist. Schöne Spazierwege sollte es geben und ein paar nette Ausflugsziele wären auch ganz schön. Ob sich das wohl irgendwie umsetzen ließe?

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtDer besondere Urlaubsort…

Die E-Mail einer Freundin kam da wie gerufen. Sie selbst hat ein kleines Ferienhaus am Lago di Como und ihr dortiger Nachbar, der sein Haus gerade fertig renoviert hatte, wollte ab sofort vermieten. Als ich mir so die Bilder von Haus und Umgebung ansah, die sie in der E-Mail mitgeschickt hatte, war für mich sofort klar – genau da will ich hin. Jetzt musste ich nur noch den Rest meiner Familie davon überzeugen. Das war glücklicherweise gar nicht so schwer! Denn auch sie waren beeindruckt von den Fotos und naja, Italien geht immer, zumindest fast! Es fand dann ein reger E-Mail-Verkehr statt. Zuerst mit meiner Freundin, dann mit Franco, der das Haus vermietete. Wir waren uns jedoch schnell einig und so konnten wir unseren Weihnachtsurlaub buchen. Die Freude meinerseits war groß und ich fieberte dem Ereignis entgegen.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtReisevorbereitungen

Wie es halt so üblich ist, muss so eine Reise vorbereitet werden. Manche Menschen erledigen diese Vorbereitungen so ganz spontan und nebenher, wie es gerade passt und am besten maximal einen Tag vor Abreise. Ich hingegen habe am liebsten schon mindestens zwei Tage vorher alles fix und fertig, auch wenn dann die gepackten Koffer und Taschen im Weg stehen.

Zu den wichtigsten Urlaubsvorbereitungen gehört natürlich auch das Auto. Es musste für die Fahrt hergerichtet werden, Überflüssiges flog raus, Sinnvolles hielt Einzug. Die Pickerl für Österreich und die Schweiz mussten aufgeklebt werden. Der Tank wollte ebenfalls gefüllt werden.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtDer Autoschock!

Und dann… dann kam der große Schreck… mein Auto wollte nicht so, wie wir wollten! Es ließ sich nicht mehr fahren! Etwas war kaputt. Einen Tag vor der Abreise – und das bequemere und größere Auto streikte! Gut, jetzt hieß es umdisponieren. Was will man auch machen, so kurz vor Weihnachten, einen Tag vor der Abfahrt, und überhaupt. Also musste das „kleinere“ Auto reisefertig gemacht werden. Noch mal Pickerl kaufen (die anderen klebten ja schon an meinem Auto), tanken und, und, und…

Dann der Check bei unserem Gepäck: Haben wir alles? Haben wir alles für den Hund? Was braucht Hund überhaupt alles? Ja, sieht gut aus! Oder doch nicht? Haben wir jetzt zu viel Gepäck für das kleinere Auto? Doch wieder auspacken, umpacken? Nein, das kleinere Auto ist ja doch nicht so klein und es passte alles hinein, stopf, quetsch, drück und schieb. Die kleinste Lücke wird genutzt.

Am 23. Dezember ging es für meinen Mann, unseren Hund und mich auf die „große“ Fahrt. Mein Sohn würde erst am nächsten Tag nachkommen.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtUnd los geht’s… Abfahrt!

Naja, ok. Soooo weit ist der Lago di Como nicht weg. Ca. 5 – 6 Stunden Fahrt sind gut zu bewältigen. Da sind wir anderes gewohnt, wenn wir zu meiner Familie nach Süditalien fahren.

Wir hatten uns fest vorgenommen, so früh wie möglich zu starten, doch wie immer im Leben macht der Mensch Pläne und die Wirklichkeit holt ihn wieder ein. Also fuhren wir doch etwas später (ein ganz kleines bisschen später…) los als geplant.

Da Carcente ca. 700 Höhenmeter über dem See liegt war es mir persönlich ein großes Anliegen, noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Ich hab’s ja im Allgemeinen nicht so mit Bergstraßen, Serpentinen und Co und komme sowieso immer lieber im Hellen am Urlaubsort an. Was soll ich sagen, es war dann doch dunkel bei unserer Ankunft. Aber dazu später mehr…

Wir fuhren durch Österreich, Liechtenstein und Schweiz, die meiste Zeit auf der Autobahn. Durch Lugano durch, entlang am Lago di Lugano ging die Fahrt dann weiter zum Lago di Como. Verkehr und Wetter spielten super mit. Einzig um den San Bernardino-Tunnel herum war ein wenig Schnee und Eis zu sehen. Die Straßen jedoch waren zum Glück frei. Und unser Hund hat die meiste Zeit, wie fast immer beim Autofahren, geschlafen.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtUnd dann ITALIEN…

Ein kleiner Teil des Luganer Sees liegt in Italien. So fuhren wir über die recht unscheinbare italienische Grenze. ITALIEN! So langsam schlich sich bei mir das Gefühl ein, ein klitzekleines Bisschen Heimat zu schnuppern. Belustigt nahm ich die Weihnachtsbeleuchtung der Orte zur Kenntnis, durch die wir hindurchfuhren. Da ich sonst immer nur im Frühjahr, Sommer oder Herbst in Italien war, hatte ich so etwas denn doch noch nicht gesehen. Naja, gut. Es sieht nicht so viel anders aus wie bei uns. Aber… die Palme neben dem geschmückten Tannenbaum oder den leuchtenden Laubbäumen mutete dann doch noch etwas anders an!

Eines jedoch kristallisierte sich so ganz langsam und deutlich heraus: wir würden unser Ziel auf keinen Fall vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Schluck… Sollte sich jetzt Panik breit machen, in mir? Oder nicht? Hmpf. Lieber nicht. Mit Panik meinerseits ist nun auch niemanden gedient. Obwohl… So ein bisschen… Na gut, ich konnte sowieso nichts mehr daran ändern. Dann war es halt jetzt dunkel. Wir würden schon hinfinden, zum Ort, zum Haus… Oder? In solchen Momenten wünsche ich mir dann ganz oft, dass wir doch des Beamens mächtig wären.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtSerpentinen und Co...

Da wir uns also nicht hinaufbeamen konnten, mussten wir wohl oder übel im Dunkeln die Kehren der Serpentinen hinaufkriechen. Denn das Dunkel war wirklich DUNKEL. Undurchdringlich. So gut wie nirgends unterbrochen von Lichtern. Außer den Scheinwerfern, die so ihre Mühe hatten, die Schwärze der Nacht zu durchbrechen. Ich übertreibe nicht. NEIN! Ich übertreibe gar nicht! Niemals würde ich das tun! Und wenn dann noch so völlig überraschend ein Reh von links nach rechts und natürlich direkt vor dem Auto über die Straße flitzt, dann ist’s ganz aus. Mit mir zumindest. Schnappatmend, vibrierend vor Nervosität und völlig aus dem Häuschen saß ich neben meinem Mann. Der fuhr. Kroch. Die Serpentinen hoch. Denn sehen konnten wir ja recht wenig. Sagte ich bereits, dass ich lieber im Hellen ankomme? Ich denke schon. Jetzt wisst ihr auch warum.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtAnkunft

Na gut, wir haben es natürlich doch geschafft. Bis auf das Reh, zwei, drei falsche Abbiegungen und Umkehrungen (auf Straßen, auf denen man schon in einer Richtung keinen Platz hat… und nein, ich übertreibe nicht!) fanden wir dann doch noch den richtigen Weg und erreichten den Parkplatz in Carcente. Ich persönlich kann sehr gut auf Berge und Bergstraßen verzichten. Und doch hat es was, wenn man da oben wohnt und solche Ausblicke hat. Die man eben nur von oben nach unten hat. Das geht halt ohne Berg nicht. Ich habe mich damit angefreundet. Hatte ja eh keine andere Wahl. Schließlich war ich maßgeblich an der Auswahl des Ortes beteiligt. Schluss mit Jammern (fast).

Angekommen. Franco und seine Frau erwarteten uns schon am Parkplatz. Vom dort zum Haus mussten wir noch einmal ca. 50 Höhenmeter zu Fuß überwinden. Sie zeigten uns das Haus und erklärten uns alles, was für uns wichtig war. Dann halfen sie noch mit ihrem kleinen Traktor, unser Gepäck hochzubringen. Franco zeigte sich reichlich erstaunt über die Menge an Gepäckstücken in dem kleinen Auto. Und dann hatten wir das Häuschen erst einmal für uns allein.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtCarcente – ein Ort der Ruhe!

Der Ort Carcente gehört zur Gemeinde San Siro, Provincia di Como, Regione di Lombardia. San Siro besteht aus mehreren Orten entlang am Lago di Como und die Hänge (BERGE) hinauf. Carcente liegt etwa 700 m über dem See. Im Ort selbst leben nur noch wenige Menschen das ganze Jahr über. Die Häuser dort sind alt und zum Teil an Menschen aus anderen Ländern, unter anderem auch an Deutsche, verkauft worden, die dort ihre Urlaube verbringen. Die jungen Leute haben nach und nach, auf der Suche nach Arbeit, den Ort und oft auch das Land verlassen. So sind sowohl Ort als auch Umgebung sehr ruhig gelegen. Ideal für einen entspannenden Urlaub, ideal, um Kraft zu tanken.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtLa Casa

Für Franco und seine Familie jedoch war es wichtig, das Haus zu behalten. Sie haben es sehr liebevoll restauriert und vermieten nun an Feriengäste. Zu bestimmten Zeiten im Jahr nutzen sie das Haus jedoch auch selbst. Wir sind und waren restlos begeistert von der Atmosphäre, die dieses Haus ausstrahlt. Die Einrichtung ist einfach und zweckmäßig. Geheizt wird mit dem Kamin und einem Pelletofen. In der Küche steht ein alter Holzofen zum Heizen, der auch zum Kochen genutzt werden kann.

Liebevoll hat Franco die Stufen hinauf zum ersten Stock gestaltet und mit den Namen von Edelsteinen beschriftet. Überhaupt spricht aus jeder Kleinigkeit die Liebe zu dem alten Haus. Ob es sich nun um die Küchenschränke oder die Kästchen im Bad handelt, die hübsch angemalt wurden oder der Stamm/Ast, der als Geländer und gleichzeitig als Garderobe dient. Wir haben uns unheimlich wohl gefühlt!

Die Aussicht…

… ist unbezahlbar! Was für ein Gefühl, am Morgen aufzustehen, die Fensterläden zu öffnen und hinauszusehen. Unbeschreiblich! Allein dafür hat sich der Urlaub schon gelohnt. Ich weiß gleich gar nicht, was und wie ich es beschreiben soll. Deshalb lasse ich einfach ein paar Bilder sprechen…

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtUnsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtUnsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtUnsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtSpazieren gehen, einkaufen und Sehenswürdigkeiten

Direkt hinter dem Haus, ein paar wenige Meter (sehr stark bergauf… keuch… - zumindest für unsportliche Menschen, wie wir es doch sind – hüstel) weiter oben verläuft eine Forststraße. Ideal zum Gassi gehen mit Hund. Auch hier immer wieder schöne Ausblicke und, ich denke auch, viel Wild. Für Paolo also extrem schnüffelspannend! Wobei uns die freilaufenden Katzen des Ortes schon gereicht haben. Die hat er gerne von unserem Balkon aus beobachtet. Und selbstverständlich alle Stellen abgeschnuppert, an denen sich die Katzen so aufgehalten haben.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Ort selbst keine mehr. Die Geschäfte mussten schon vor Jahren ihren Türen schließen. Jeden Dienstag Nachmittag jedoch kommen zwei kleine Lastwägen nach Carcente, um ihre Waren zu verkaufen. Ob Gemüse, Obst, Käse oder Fleisch, sie haben alles dabei. Und am See entlang gibt es Supermärkte, die man ebenfalls für Einkäufe gut erreichen kann.

Wir haben auch den einen oder anderen Ausflug gemacht. Einmal nach Rezzonico, das direkt am See unten liegt. Dort gibt es kleine Strände und ein Schlösschen zu besichtigen. Dann natürlich Como selbst. Die Stadt ist wunderschön gelegen und absolut sehenswert. Sogar nach Milano haben wir uns gewagt. Für Paolo war es das Wagnis schlechthin, deshalb war unser Aufenthalt dort eher kurz.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtRezzonico

An Heiligabend kam mein Sohn zusammen mit seiner Freundin bei uns an. Den Weihnachtsabend haben wir mit einer feinen Lasagne im gemütlichen Haus mit Kaminfeuer verbracht. Den ersten Weihnachtsfeiertag nutzten wir, um uns ein wenig Rezzonico unten am See anzusehen.

Rezzonico liegt am Fuße von Carcente, am Westufer des Lago di Como und gehört zur Gemeinde von San Siro. Lange Treppenwege mit Bogendurchgängen führen durch die eng aneinander liegenden Häuser hinunter zum See. Die Burg aus dem 14 Jh. überragt den Ort. Unterhalb der Burg befindet sich ein kleiner Strand, den wir auch besucht haben. Wir hatten unheimliches Glück mit dem Wetter, denn es wurde von Tag zu Tag wärmer. Kurz vor unserer Abreise hatten wir bis zu 20°C und immer Sonnenschein!

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtComo, Hauptort der Provinz Como

Den zweiten Weihnachtsfeiertag nutzten wir für einen Ausflug nach Como. Ungefähr eine Stunde fuhren wir am See entlang, um dorthin zu gelangen. Unser Auto haben wir gleich am Anfang der Stadt auf dem kostenpflichtigen Parkplatz der Villa Olmo abgestellt. Entlang der Seepromenade sind wir dann in den Ort geschlendert. Und als Überraschung erwartete uns eine weihnachtlich geschmückte Stadt mit einem kleinen italienischen Weihnachtsmarkt.

Die Funicolare (Standseilbahn) führt den Berg hinauf zu einem kleinen malerischen Bergdorf namens Brunate. Wir zogen es jedoch vor, uns das Schauspiel nur von unten anzusehen. Es waren einfach zu viele Menschen unterwegs und wir wollten unserem Hund den Aufenthalt mit so vielen Fremden auf kleinstem Raum nicht zumuten.

Nach einem Rundgang durch den Ort und dem Hafen machten wir uns auf den Rückweg in unseren Ruheort – Carcente.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtMilano

In Milano leben mehr als 1,3 Millionen Menschen. Sie ist somit die zweitgrößte Stadt Italiens und Hauptstadt der Region Lombardia. Milano ist ein richtiger Moloch. Von meinen früheren Besuchen und Aufenthalten dort erinnere ich mich noch gut an den Eindruck, den diese Stadt auf mich hinterlassen hat. Es hat sich einiges verändert, doch vieles ist noch genau so, wie ich es in Erinnerung habe. Im Sommer ist die Stadt wie ausgestorben und viele Lokale haben über den August geschlossen.

Trotzdem wir an den Weihnachtstagen und somit im Winter dort waren, hatte ich ehrlich gesagt nicht mit solchen Menschenmassen gerechnet, die sich über den Weihnachtsmarkt am Domplatz schoben. Ich weiß auch nicht so genau, warum ich mit einer fast leeren Stadt gerechnet hatte. Vor vielen Jahren war ich über Silvester in Milano und ja, gefühlt war einiges weniger los. So war unser Aufenthalt dort eher kurz, da er für unseren Hund einen Riesenstress bedeutete. Wir haben somit auf ein paar Dinge verzichtet, die wir uns gerne angesehen hätten. So zum Beispiel das Castello Sforzesco. Aber wir haben sicherlich wieder einmal die Gelegenheit, diese schöne Stadt zu besuchen. Und dann holen wir das alles nach. Dann vielleicht besser ohne unseren Kleinen.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtDen See entlang zum Centro Commerciale Fuentes

Wir nutzten den vorletzten Tag unseres Aufenthaltes, ein wenig am See entlang zu fahren und irgendwo anzuhalten, wo es uns gefällt. Und um ein Einkaufszentrum in Fuentes zu besuchen. Wir hatten uns fest vorgenommen, danach noch ein wenig ins Valtellina zu schauen und dort spazieren zu gehen. Doch die Fahrt dauerte länger als geplant, der Aufenthalt im Einkaufszentrum allerdings auch. So machten wir uns auf den Rückweg, hielten unterwegs noch in einem netten Ort an und gingen dort ein wenig die Seepromenade entlang. Dann begaben wir uns auf den Heimweg und beschlossen kurzerhand in der Latteria Alto Lario (ein Zentrum, in dem man alle möglichen lokalen Produkte wie Käse, Wein, Honig, Brot etc. kaufen kann) noch ein wenig Käse und andere Mitbringsel einzukaufen. Anschließend fuhren wir unsere Serpentinen nach Carcente hinauf, an die ich mich mittlerweile zumindest so gewöhnt hatte, dass ich nicht mehr bei jeder Kurve das Gefühl hatte, mir die Augen zuhalten zu müssen.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtAbreise

Am vorletzten Tag blieben wir daheim. Das Wetter meinte es gut mit uns und ließ ein paar Wolken über dem See herab. So konnten wir uns ganz auf das Packen unserer Sachen, letzte Einkäufe und Aufräumarbeiten konzentrieren. Ein wenig traurig waren wir schon, dass es am nächsten Tag wieder nach Hause gehen sollte. Wir hätten uns gewünscht, auch Silvester dort zu verbringen. Doch Franco und seine Familie wollten das alte Jahr selbst in ihrem Haus gebührend verabschieden.

Der Freitag brach an. Der 30. Dezember 2016. Unser Rückreisetag begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und bescherte uns gutes Wetter für die Heimfahrt. Wir genossen es, den Ausblick noch einmal zu genießen. Dann packten wir zusammen, brachten alles zu den Autos und verabschiedeten uns mit einem letzten Blick auf den See.

Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen ArtWas war so besonders an diesem Urlaub?

Carcente und das Haus, in dem wir diese Tage verbracht hatten, ist für mich ein Ort der Ruhe und auch Besinnlichkeit gewesen. Die wunderschöne Landschaft, die wahnsinnig schöne Aussicht und ein fast leerer Ort haben ihres dazu beigetragen, dass dieser Urlaub für uns ein ganz Besonderer war. Ich denke, im Sommer, wenn viele Touristen am Lago di Como und auch die Häuser in Carcente mit ihren Sommerbesuchern bevölkert sind, sieht das Ganze noch einmal anders aus. Ich möchte diese Woche dort nicht missen und habe die Zeit sehr genossen. Wir werden auf jeden Fall einmal wiederkommen!


Unsere Weihnachtsgeschichte ODER Ein Urlaub der besonderen Art

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.