Kackophonia oder das Debakel um den Hundehaufen

Kackophonia

Gerade dieser Tage habe ich wieder einen Post in Facebook gelesen zum Thema Hundehaufen.

Die Threaderstellerin ist selbst Hundehalterin und bot einer Dame mit Hund, der gerade sein Häufchen gemacht hatte, demonstrativ eine Tüte an, um eben diesen Haufen entfernen zu können. Die Dame meinte etwas undamenhaft, sie wäre doch nicht so blöd, die Tüte mit den Hinterlassenschaften ihres Hundes kilometerweit spazieren zu tragen. Daraufhin hob die Threaderstellerin selbst den Fremdhaufen auf und entsorgte ihn. Zurecht regte sie sich über die Reaktion und Äußerungen der Dame auf.

Warum lassen so viele Hundehalter die Hundehaufen ihrer Hunde liegen?

Auch ich erlebe es als, hm, manchmal etwas lästig, kilometerlang mit einer Kacktüte in der Hand durch den Wald zu laufen. Und beim Handling mit Kacktüte, Handschuhen in der kalten Jahreszeit, der Leine meines Hundes etc. ist sie mir auch schon mehrfach aus der Hand gefallen. Glücklicherweise habe ich es immer sofort gemerkt und sie wieder aufgehoben. Naja, glücklich bin ich damit auch nicht. Aber ich nehme das Ding zur Not auch mit nach Hause und entsorge es dort in meiner Mülltonne, wenn mir unterwegs kein Mülleimer bzw. keine Hundetoilette begegnet.

Hundehaufen auf der Hundewiese

Auch auf den ausgeschriebenen Hundewiesen liegen jede Menge Häufchen herum. Nur weil dort eine Hundefreilauffläche ist, heißt das ja noch lange nicht, dass man die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners dort auch getrost liegen lassen kann. Schließlich bin ich nicht gerade begeistert, wenn sich mein Hund darin wälzt oder reintritt geschweige denn, dass ich selbst Gefahr laufe, einen dieser Hundehaufen in meinen Profilsohlen zu verteilen.

Ja, leider stehen an den Hundewiesen oft keine Mülleimer bereit. Doch auch wenn dort eine Hundetoilette ist, heißt das noch lange nicht, dass so manch ein Mensch sich dazu herablässt, den Haufen seines Hundes auch dort zu entsorgen.

Hundehaufen auf Waldwegen

Letztens waren wir schon auf dem Weg zurück zum Auto, das am Waldparkplatz stand. Ungefähr zwei Meter vor unserem Auto lag ein dicker Haufen, den ich in der Dämmerung nicht mehr gesehen habe und in den ich dann natürlich volle Breitseite reingestiegen bin. Dank der dem Wetter geschuldeten tiefen Pfützen konnte ich meinen Schuh noch vor Ort wieder reinigen. Aber ich war echt stinkewütend.

Ein wenig Rücksichtnahme kann doch wirklich nicht so schwer sein. Kein Mensch ist begeistert, wenn er in einen Kackhaufen tritt, auch HundehalterInnen mögen das nicht sonderlich.

Ich kann verstehen und nachvollziehen, dass es wenig Spaß macht, eine Kacktüte mit sich herum zu tragen. Und wenn einem kein einziger Mülleimer oder Hundetoilette unterwegs begegnet, dann ist das halt so, dann trägt man das Tütchen mit nach Hause und entsorgt es dort.

Riskante Hinterlassenschaften mit Folgen!

Müssen wir denn wirklich riskieren, dass letztendlich alle HundehalterInnen darunter leiden müssen, wenn ein paar davon sich nicht drum schei… und die Hinterlassenschaften liegen lassen? Müssen wir so riskieren, dass immer mehr Wiesen, auf denen zuvor Hunde erlaubt waren, nun ein Schild „Hunde verboten“ bekommen?

Im Übrigen ist die Variante des Verpackens des Haufens in eine Kacktüte und diese dann in der Landschaft liegen zu lassen auch keine besonders geschickte. Weder trägt es dazu bei, dass weniger Müll herumliegt, noch verschönert es die Landschaft. Spaziergänger mit und ohne Hund regen sich auch hierüber zu recht auf.

Appell an uns Hundehalter:

Also, auch wenn es nervt, sammelt doch bitte die Häufchen eurer Hunde mit den Tüten auf und entsorgt diese, so wie es sich gehört, in Mülleimer, Mülltonnen (hier bevorzugterweise natürlich die eigenen und keine fremden) und Hundetoiletten! Rücksichtnahme ist durchaus eine Tugend, die wir wieder lernen sollten, sonst fliegt uns irgendwann der ganze Scheiß um die Ohren!

TIPP:

Tragekomfort via Kackbeutel-Beutel – très chic:

Ach ja, einen Hinweis hätte ich da noch: es gibt Beutelchen zu kaufen, in denen man die vollen Kacktüten verstauen kann und die sich wunderbar am Gürtel befestigen lassen. So hat man die Hände frei und muss das Tütchen nicht in der Hand tragen. Wir benutzen unseres, seit wir es haben häufig – manchmal vergessen wir es, dann tragen wir das Kacktütchen halt in der Hand.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein kackwiesenfreies Wochenende!

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