Werde ich nun Hundetrainerin oder nicht?

In der Ausbildung gibt es viele Auf und Abs. Ist sicher ganz normal und uns allen im Laufe der Monate so ergangen.

Man zweifelt an sich. Kann ich das? Wirklich? Werde ich diese Begriffe je lernen und auseinanderhalten können? Und was, wenn nicht? Was mach ich dann?

Vielleicht sollte ich lieber ein Buch schreiben. Einen Krimi. Opfer – Täter – Detektiv – Auflösung. Punkt. Ganz einfach, oder? Haha. Lach mich schlapp.

In meinem Alter – noch soooo viel lernen? Geht das überhaupt? Ich check’s einfach nicht. Verzweiflung macht sich breit. Und breiter… Und plötzlich, so ganz leise um die Ecke, schleicht sich so die eine oder andere Erkenntnis. Ja, habe ich schon mal gehört und oh, ja, verstehe ich jetzt auch. Häppchen für Häppchen lerne ich immer wieder etwas dazu. Verständnis keimt auf. Mal wieder nicht, mal wieder mehr.

Der Erklärung kann ich folgen. Sieht ganz einfach aus. Ja, genau so mach ich das jetzt auch in der Praxis. Äääähhhh, wie war das nochmal? Zeig doch noch mal bitte! Oh, hm, ach ja, ah, da war der Fehler. Gut. Nochmal versuchen. Ok, sieht aus, als hätte ich es endlich kapiert! Juhuuu!

So vergeht Monat für Monat und wir werden alle immer besser. Fachsimpeln schon mal in unserer Whatsapp-Gruppe. Geben Ratschläge, fragen nach. Und schwupp die Waldfee ist die Ausbildung zu Ende. So schnell schon? Oh je, wie ist die Zeit nur vergangen. Was am Anfang wie ein undurchdringlicher Urwald erschien, lichtet sich. Gut, an der Umsetzung hapert es manchmal noch, aber auch das will geübt sein.

Und ja, ich werde Hundetrainerin. Das Ablegen der Sachkundeprüfung vor dem Veterinäramt ist der krönende Abschluss meiner Ausbildung. Jetzt kann’s losgehen!