Der Weg in die Zukunft – frustrierend, steinig und doch befreiend

Wie ich schon erzählt habe, beginnt die Ausbildung im Oktober 2015. Wir sind schon sehr gespannt darauf. Jörg Ziemer hält das erste Seminarwochenende ab.

Wie verläuft dieses Wochenende für uns? Wir sind erst einmal restlos begeistert. Aber… sooo wahnsinnig viele Informationen, die da auf uns einprasseln! Ach du meine Güte, wie soll ich mir das nur alles merken? Ob ich das jemals begreifen werde?

Nun, ich werde, auch wenn der Weg dahin teilweise mit Felsbrocken versperrt scheint, die aus dem Weg geräumt werden wollen. Sicher, die Felsbrocken erscheinen mir nicht nur im Ausbildungsgang vor die Füße zu rollen. Auch der normale Alltag fordert seinen Tribut. Da ist einmal die Sache mit dem Arbeitsamt… Ich bin ja schließlich für 3 Monate gesperrt, da ich aus deren Sicht ohne jeglichen Grund selbst gekündigt habe. Wie kann ich es nur wagen… Für mich bzw. uns stellt sich die Frage, ob wir das durchhalten. Überlegungen, ob ich nicht doch wieder einen Job annehmen soll, zumindest Teilzeit, bleiben dabei natürlich nicht aus. Bewerbungen müssen geschrieben, Vorstellungsgespräche müssen wahrgenommen werden. Bis ich eine Entscheidung fälle.

Ich werde auf jeden Fall in die Selbständigkeit gehen, wir bekommen das auch ohne zusätzliches Geld irgendwie auf die Reihe. Irgendwann fließt ja auch ein wenig Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt informiere ich nun endlich über meine geplante Selbständigkeit und die ersten Termine diesbezüglich finden statt. Informationen, was ich alles erbringen muss, um einen Gründungszuschuss zu erhalten, werden mir an die Hand gegeben.

Und das „normale“ Leben mit Familie findet auch noch statt. Auch hier wollen die einen oder anderen Gesteinsbrocken auf die Seite geschafft werden. Wie das halt so ist. Das kennt sicherlich jeder von uns zur Genüge. Bis man sich umsieht, ist schon wieder Weihnachten vorbei.

Wenn da nicht noch der gute alte Nikolaus wäre. Was der mit allem zu tun hat? Naja, der 6. Dezember ist der Tag, an dem wir unseren Hund abholen. Wir stellten uns während der ersten Seminarwochenenden permanent die Frage, ob es mit einem eigenen Hund nicht einfacher wäre. Und obwohl wir glauben, uns diesen Wunsch noch nicht erfüllen zu können, kommt mal wieder alles anders als geplant. Und so beginnt die Geschichte vom Nikolaushund und uns. Das Zusammentreffen dieser beiden voneinander an sich unabhängigen Ereignisse – Nikolaus und Hund – ist zufällig. Aber der Gedanke, einen Nikolaushund zu haben, gefällt uns trotzdem.