NIKOLAUSHUND

Den habe ich ja schon angekündigt.

Ein, zwei Baustellen (oder auch mehr) im Leben braucht der Mensch. Sonst wäre es ihm wohl zu langweilig, nicht wahr?

Jetzt ist die Tatsache, dass man sich einen Hund zulegen will, ja an sich eine schöne. Und egal, was für ein Hund, Arbeit kommt immer auf einen zu. Wobei man sich als Ersthundebesitzer (ich) nicht wirklich vorstellen kann, wie sich das Leben durch einen Hund so verändert. Das merkt man erst hinterher. Da kann man sich vorher so viele Gedanken machen, wie man will.

Und Gedanken haben wir uns gemacht. Ausreichend waren die aber wohl nicht.

Was für ein Hund soll es sein? Welpe? Schon ein bisschen älter? Tierheim? Auslandstierschutz? Wie groß soll er werden? Oder wie klein? Passt es bei uns wirklich, wenn ein Hund einzieht? Bekommen wir das im Alltag hin? Was ist mit unseren Katzen? Werden die sich vertragen? Und ich will unbedingt einen Riesenhund, Dogge oder so. Naja, oder vielleicht doch etwas kleiner? Dogge in unserem winzigen Reihenhaus? Gut, also kleiner. Aber mindestens kniehoch soll er schon sein, der Hund.

Soweit so gut.

Dann fällt einem ein Bild ins Auge. Kleiner Hund (kniehoch!), ca. 7 Monate alt, aus dem Auslandstierschutz. Die Pflegestelle ganz in der Nähe. Hm. Da könnte man einfach mal vorbeifahren, natürlich vorher anrufen. Hund anschauen, wirklich nur anschauen. Mehr nicht. Das war am? Ja, am 3. Dezember. Und was soll ich sagen? Am 6. Dezember haben wir unseren Nikolaushund dann abgeholt. Hat sich so ergeben? Schicksal? Zufall? Wie auch immer man es bezeichnen will, es ist halt einfach passiert.

Er erfüllt schon mal den Umstand, dass er Katzen kennt und kniehoch ist (wie ich ausdrücklich betonen möchte!). Auf der Pflegestelle laufen nämlich auch Katzen herum. Und unsere Katzen kennen ja schließlich auch Hunde, nicht wahr? Habe ich vergessen zu erwähnen? Meine Tochter hat einen Hund. Einen Chihuahua. Hund. Ich meine, die Kleine ist schon ein richtiger Hund. Aber klein. Sehr klein. Kleiner als unsere beiden Stubentiger. Viel kleiner. Somit ist das erste Zusammentreffen im Hause Matteo eine – kleine – große? – Katastrophe. Denn unsere Miezln kennen größere Hunde nicht. Zum Glück haben wir uns keine Dogge geholt! Obwohl, das wäre jetzt auch schon egal gewesen.