MEIN HUND

canem-paolo

Ja, ich habe einen Hund aus dem Tierschutz. Er kommt aus Spanien.
Ja, ich habe mich vorher ein wenig schlau gemacht. Leider zu wenig.
Ja, ein Hund, der aus einer völlig anderen Umgebung einfach hierher verfrachtet wurde, hat Angst, Furcht, ist unsicher.
Ja, das ist anstrengend. War es vom ersten Tag an.
Ja, es macht Arbeit. Viel Arbeit.
Ja, es macht auch Freude. Nach dem einen oder anderen Kampf mit mir selbst, macht es große Freude, jeden noch so kleinen Fortschritt zu verfolgen.
Ja, ich würde mich das nächste Mal mehr informieren. Mich schlau machen über die Tierschutzorganisation. Mich schlau machen über die Auswirkungen, die so eine Aktion haben kann. Mir genau überlegen, ob ich das noch einmal so möchte. Oder vielleicht doch ein wenig anders.
Ja, der Hund passt zu mir, zu uns und unserer momentanen Lebenssituation. Auch wenn wir uns das vorher nicht so richtig überlegt hatten. Aber unsere Lebenssituation – besonders meine – war sowieso im Umbruch zu diesem Zeitpunkt.
Ja, ich würde jedem raten, sich vorab genau zu informieren, zu schauen, ob und wie ein Hund ins Leben passt und vor allem welcher Hund es werden soll und warum genau dieser.
­Nein. Ich bereue nichts. Ich bin froh über die Chance, die mir dieser, genau dieser Hund gibt, mehr über ihn und mich zu lernen und miteinander Erfolge zu feiern. Und ich wünsche mir, dass er eines Tages ein absolut souveräner Trainerhund wird. Wir sind auf dem Weg, ein Weg ins Unbekannte, aber auf dem Weg. Und es ist ein guter Weg. Ein Weg, den wir gemeinsam gehen.

Was wünsche ich mir für meinen Hund?

Ich wünsche mir, dass er souverän durch das Leben gehen kann.
Ich wünsche mir, dass er irgendwann furcht- und angstfrei ist, soweit es nötig und möglich ist.
Ich wünsche mir, dass er weiß, er kann sich auf mich verlassen.
Ich wünsche mir, dass er weiß, ich regle das für ihn.
Ich wünsche mir, dass er weiß, ich werde niemals Gewalt bei ihm anwenden.
Ich wünsche mir, dass er in potentiell gefährlichen Situationen auf mich hört, damit ihm nichts passiert. Weder ihm noch anderen.
Ich wünsche ihm ein schönes Hundeleben an unserer Seite.
Ich wünsche mir, dass wir einen langen gemeinsamen Weg miteinander haben.

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